» » Größer

« « Deutsch werden

Männer und Technik

Freitag, 28. April 2006

Nach landläufiger Meinung soll Technik eine Domäne der Männer sein. Da kann ich nur müde lächeln. Jahrelange Erfahrung mit dem schwachen Geschlecht (bekanntlich teile ich den Haushalt mit 4 männlichen Wesen unterschiedlicher Altersstufen) lehrt mich anderes.

Männer und Technik, das mag ja noch harmonisieren, wenn es um nette Spielereien geht, um Handys etwa, MP3-Player oder PCs, sofern diese genutzt werden sollen für Spiele, die einer Altersbeschränkung unterliegen, LAN-Verbindungen oder Chats.

Aber wehe, Technik soll dazu eingesetzt werden, den harten Alltag zu bewältigen.

Dreifach wehe, wenn die Alltagsbewältigungstechnik in Form einer Spülmaschine daherkommt. Ich habe noch kein männliches Wesen erlebt, das in der Lage wäre, eine Spülmaschine zu bedienen, geschweige denn auch nur ein einziges schmutziges Geschirrteil in sie einzuräumen.
Mit ehrfurchtsvoller Scheu vor diesem Wunder moderner Haushaltstechnik stellt MANN seinen schmutzigen Teller irgendwo in der Nähe der Maschine ab. Dass er denselben Teller einige Zeit später sauber im Geschirrschrank vorfindet, nimmt er als gegeben hin. (Wahrscheinlich hat der Erfinder die Spülmaschine extra so programmiert, denkt er sich.)

Mit meinen Beobachtungen stehe ich übrigens keineswegs alleine da, wie mir von vielen Seiten glaubhaft versichert wird. Auch der Mann, der sich rühmt, ein technisches Gymnasium besucht zu haben, verharrt in ehrfurchtsvoller Scheu mit sicherem Abstand von dieser speziellen Maschine. Der technische Direktor eines Vereins, sonst um jedes Detail seiner Geräte mehr als besorgt und lieber alles allein machend, überlässt die Spülmaschine lieber zufällig anwesenden Frauen, die diese Maschine zum ersten Mal sehen. Denselben Frauen, denen er niemlas zutrauen würde, einen Rasenmäher zu bedienen.



Kommentare: (per RSS abonnieren)


Liebe Ines,
im Nachgang zu Deiner Verteidigung mit dem Ausspruch “die Mutter sei immer Schuld” habe ich ein Gedicht über Schuldzuweisung in mein Blog eingestellt.
Liebe Grüße
m

masterkuki  am  04. Juni 2006



Mein GöGa hat da bessere Nerven als ich ;-)))
Aber ich beklage mich gar nicht. Sollte nur so ein Alltagsstreiflicht sein. :-)

Ines Balcik  am  04. Mai 2006



Liebe Ines,
so war das gar nicht gedacht. Im Gegenteil - man kann sogar noch erwachsene Machos auflaufen lassen. Lass doch mal Deinen Göttergatten ein Woche lang einfach mit seinem benutzten Geschirr und ungewaschenen Hemden selbst sehen, wie er zurecht kommt. Vielleicht lernt er, seine grundsätzliche Haltung zu den Geschlechterrollen zu überdenken.
Ich wünsch Dir viel Glück
-:)

masterkuki  am  04. Mai 2006



An Belehrungen mangelt es wahrlich nicht, das bestätigen meine halbwüchsigen Sprösslinge sicher gerne! (“Immer meckert die rum ...”)
Und schon klar: Im Zweifelsfall sind immer die Mütter schuld. Wie überaus praktisch.

Ines Balcik  am  04. Mai 2006



Liebe Ines!
Die Klagen hör ich wohl…
Doch wer hat denn diese Machos und ihre Imitationen so erzogen? Da Du zum “starken” Geschlecht gehörst, warum hast Du nicht wenigstens die drei Nachkömmlinge eines anderen belehrt? Und dann wirst Du sie auf weitere “starke” Geschlechtsgenossinnen einst loslassen, falls sie tatsächlich das Nest verlassen sollten (was ich Dir ja wünsche)! Tabea hat ja schon den Aufruf zur Befreiungstat gestartet. Also ran, vielleicht ist es noch nicht zu spät. -:)
Einige Mütter waren schon erfolgreich.

masterkuki  am  03. Mai 2006



Hat man denn, von Spülmaschinenen abgesehen, schon mehr als einen Mann gesehen, der eine Waschmaschine mit Verstand bedient und anderes als vielleicht seine eigenen Hemden, wenn’s pressiert, hineintut und herausholt? Oder von Hand selber wäscht? Oder einen Wäschetrockner “bedient”? Oder der weiß, wie man was Verkleckertes am Boden aufwischt? Und der überhaupt versteht, warum man das tun soll? ( Trocknet doch!) Der zwar kocht, aber sich, wenn gesättigt, für das weitere Schicksal der Essensreste nicht mehr interessiert? (Das mit der Geschirrspülmaschine hatten wir ja schon.) Der seine Hemden selbst bügelt oder darauf besteht, sie ungebügelt anzuziehen. Der seine Hosenfalten selbst “schärft” ( na ja, meist auch nicht, aber jemand anderes darf es auch nicht tunt.)  Der weiß - und es auch tut!!!! - wie man einen Knopf annäht ? Außer natürlich bei der Bundeswehr! Ja, da steht auch keine Frau/Mama/Freundin bereit, dem hilflosen Bübchen einen Handgriff abzunehmen. Frauen, erlaubt Euren Ehemännern oder Freunden, selbständig zu werden und anzupacken! ( Am Anfang muß man ihnen natürlich die Aufgaben klar umreißen. ) Mütter von Söhnen, erlaubt Euren Buben, wirklich erwachsen zu werden!! Sie werden sich besser fühlen und Eure Schwiegertöchter werden Euch dankbar sein - so wie ich meiner leider vor vielen Jahren schon verstorbenen (türkischen!) Schwiegermutter noch heute dankbar dafür bin.

Und wenn es mit dem Selbständigwerden und Abnabeln vom Hotel Mama doch nicht klappt, es gibt: frag-mutti.de! Ist kein Witz. Dort gibt’s Tipps sogar für unsereine. Hinweis stammt aus der FAZ vom Sonntag.

Tabea  am  30. April 2006




Name:

Email:

URL:

Persönliche Angaben speichern

Benachrichtigung bei Folgekommentaren

Frische Kommentare


Aktuelle Einträge


Rubriken


Archiv

  • nach Monaten
  • nach Rubriken

Syndizieren


Blog durchsuchen




Beliebte Einträge

Ablenkungsmanöver
TT-Blogwichteln 2012
Klassiker
Vom Winde verweht
Florstadt von A bis Z
Ines auf Arabisch geschrieben
Spam
Frohe Weihnachten
Gesammelte Werke
Alle Jahre wieder