Sprachblog von ib-klartext.de

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Randnotizen zu Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und überhaupt zu Sprache – gebloggt seit 2004

Grafik: Jesus Sanz/Shutterstock.com

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Fast vergessene Mundarten

Als vor einiger Zeit die Mail eines freundlichen Bloglesers zur Mundart Potokisch in meinem Postfach landete, ahnte ich noch nicht, welche Kreise dieses Thema für mich ziehen würde. Vor Jahren notierte ich kurz im Sprachblog, dass Mantakisch, Hopgartnerisch und eben Potokisch Mundarten sind, die sich als deutsche Sprachinseln auf heute slowakischem Gebiet erhalten haben. Mehr über diese wohl hauptsächlich Sprachwissenschaftlern bekannten Mundarten und die Geschichte der Menschen, die sie sprechen, war mir nicht bekannt.

Mich faszinieren die Sprachinseln, weil sie zeigen, dass Migrationsbewegungen keine Erfindung der Globalisierung sind. Ganze Familien nahmen schon vor Jahrhunderten lange und beschwerliche Reisen auf sich, um in der Ferne eine besseres Leben zu finden. Ob die Gründe für die Auswanderung politischer, wirtschaftlicher oder sonstiger Natur waren und sind, ist nicht wichtig. Die Muttersprache bildet offenbar ein sehr starkes Band, das lange Zeit überdauert.

Sprachenkarte Böhmen

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Sprachblogix

Gendern mit dem x-Faktor

Ganz Germanien ist von Rechtschreibschwäche unterwandert. Ganz Germanien, also Germania Magna? Nein! Sprachblogix hört nicht auf, dem Verfall der Rechtschreibsitten Widerstand zu leisten.

Sprachblogix

Spaß beiseite, jetzt wird es ernst: Geschlechtsneutrale Sprache ist für die einen längst selbstverständlich, für die anderen noch immer ein Reizthema.

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Adjektiv gesucht!

Was ist sitt, erinnert sich jemand an dieses Wort? Hungrig und durstig, satt und, ja, was eigentlich? 1999 gab es einen Wettbewerb, in dem nach einem passenden Adjektiv gesucht wurde. Das Ergebnis war sitt – ein Wort, das sich im täglichen Sprachgebrauch nicht durchgesetzt hat.

Die Sache mit dem Wettbewerb fiel mir ein, als ich kürzlich nach einem anderen Adjektiv suchte. Zu Telefon gibt es telefonisch, zu Post postalisch – und wie heißt das Adjektiv zu Mail? Wenn es in der Sprache immer logisch zuginge, wäre die Antwort einfach: mailisch. Tatsächlich liefern Suchmaschinen einige Treffer dazu. In den gängigen Wörterbüchern ist dieses Wort allerdings noch nicht angekommen. Stattdessen bieten sie wunderschöne, wenn auch unpassende Alternativvorschläge an, wie das Bild zeigt:

mailisch

Duden online schlägt mir als Ersatz für mailisch den Maifisch vor, was zwar meinen Wortschatz erweitert, aber leider auch nicht in den Zusammenhang passt.

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Schreib mir meinen Namen

Aufmerksame Rechtschreibbesserwisser finden natürlich auch im Sprachblog Fehler. Ja, der offensichtlichste Fehler verbirgt sich sogar nicht weit weg von jedem einzelnen Blogeintrag im Sprachblog. Ein Dauerbrennerfehler also. Wer ihn findet, darf sich Adlerauge nennen. ;-)

Fehler, die andere machen, fallen sofort ins Auge und über sie lässt es sich am leichtesten lästern. Zum Beispiel über die kreative Namensverformung „Baldig“.

Tippfehler in der Anrede

Ein falscher Buchstabe im Namen ist schnell getippt. Da der Adressat seinen eigenen Namen aber schon lange und gut kennt, ist gerade bei der Anrede besondere Sorgfalt gefragt. Besonders dann, wenn man etwas von dem oder der Angeredeten erbitten will.

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