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Marathonzeit

Montag, 04. Dezember 2017

... zum 3. Mal!

Einmal im Jahr ein Marathon, das ist mein Laufprogramm seit 2015. Da ich zur Fraktion der gemütlich Joggenden gehöre, brauche ich für meine Läufe schöne Strecken. So drängte sich der Bodensee-Marathon geradezu auf, denn er vereint gleich mehrere Vorzüge: landschaftlich schön am Ufer des Bodensees vor imposanter Alpenkulisse – bei flachem Streckenverlauf! –, grenzüberschreitend (der Marathon führt durch drei Länder: Deutschland, Österreich, Schweiz) und damit symbolische Brücken bauend.

Im Oktober ist es im Alpenvorland oft wunderschön. Tatsächlich ist am Vortag schönstes Wetter. Die Startunterlagen werden dieses Jahr in Bregenz im Festspielhaus ausgegeben. Am Abend vor dem Lauf inspizieren wir einen Teil der Strecke am Seeufer und genießen den Sonnenuntergang.

Am Marathonmorgen sieht es draußen ganz anders aus: kalt und regnerisch. Nicht das gemütlichste Laufwetter! Beliebtestes Kleidungsstück am Start in Lindau: Regenumhänge. Ungefähr 1000 Läuferinnen und Läufer starten beim Marathon.

Auf den ersten Kilometern habe ich noch gut lachen mit einer neu gefundenen Lauffreundin.

Eine Zeit lang kreuzen sich unsere Wege mit denen der Halbmarathonis. Irgendwann in Österreich wird es immer einsamer auf und neben der Strecke.
In der Schweiz ist wieder Leben: Mit Kuhglocken und zusätzlicher Verpflegung werden wir angefeuert.

Leider bin ich dieses Jahr trotz aller guten Vorsätze nicht schlauer als im Vorjahr. Ich laufe eine gute erste Hälfte, aber dann zeigt sich nur zu deutlich, dass meine Vorbereitung lückenhaft war. Ich werde immer langsamer und greife in meiner Verzweiflung an den Getränkestationen zu allem Möglichen (das Angebot ist groß und verlockend). Natürlich hat das vor allem zur Folge, dass es in meinem Magen verdächtig gluckert. Schneller werde ich nicht. Das Wetter ist kalt und ungemütlich und es hat wieder angefangen zu regnen.

Die letzten Kilometer in den nassen Klamotten dehnen sich schier endlos. Aber irgendwann komme ich ins Casino-Stadion zur Zielrunde.

Wir haben es beide geschafft! Und füllen gleich mit vollen Backen wieder die Energievorräte auf.

Danach ging es unter die heiße Dusche im benachbarten Hallenbad (auch wenn ich kaum weiß, wie ich hingekommen bin, weil ich das Gefühl hatte, keinen Fuß mehr vor den anderen setzen zu können). Herrlich!

Mein Marathon 2018 kann kommen: Frankfurt steht auf dem Programm.

Zur Marathonvor- und -nachbereitung habe ich übrigens in den letzten Wochen beim Joggen „Marathon Woman“ von Kathrine Switzer gehört. Von ihrem legendären Lauf in Boston hatte ich zwar gehört, aber mir war überhaupt nicht klar, dass es auch danach noch so schwierig war, Langstreckenläufe für Frauen zu etablieren. Meine Hochachtung gilt den Laufpionierinnen, die den Boden bereitet haben für Langstreckenläufe der Frauen sowohl im Spitzensport als auch im Freizeitbereich. 1984, als erstmals ein Marathon für Frauen bei Olympischen Spielen ausgetragen wurde, fand ich Joggen noch langweilig.


Meine Marathonberichte aus den Vorjahren:
Istanbul 2015
Köln 2016



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