tennis

» » Schwimmend von Europa nach Asien

« « Blick ins Hirn einer Freizeitsportlerin

Olympischer Rückblick

Donnerstag, 25. August 2016

Die Olympischen Spiele 2016 sind schon Geschichte. So fragwürdig vieles erscheint von Doping bis zu anderen negativen Auswüchsen eines solch gigantischen kommerziellen Ereignisses, so schön ist immer noch die Grundidee eines friedlichen sportlichen Treffens von Menschen aus aller Welt.

Olympischer Rückblick

Hier kommen einige Bemerkungen aus ganz persönlicher Sicht zu meinen Lieblingssportarten Tennis, Laufen, Schwimmen.

Tennis:
Zum ersten Mal in der Geschichte der Olympischen Spiele war eine türkische Tennispielerin im Dameneinzel dabei. Çağla Büyükakçay, die im Frühjahr ihren ersten WTA-Titel feiern konnte, ging dank einer Wildcard der ITF an den Start. Leider kam sie über die erste Runde nicht hinaus, verlor aber denkbar knapp in drei Sätzen gegen die Russin Ekaterina Makarova, die sich in der dritten Runde der Tschechin und späteren Bronzemedaillengewinnerin Petra Kvitova geschlagen geben musste.
Ebenfalls dank einer ITF-Wildcard am Start war Ons Jabeur aus Tunesien, ein weiteres Land, das nicht zu den üblichen Herkunftsländern von Tennisspielerinnen gehört. Auch Ons Jabeur verlor in drei engen Sätzen bereits in der ersten Runde gegen eine Russin, und zwar gegen die spätere Viertelfinalistin Daria Kasatkina.

Zwei der deutschen Starterinnen, nämlich Andrea Petkovic und Annika Beck, mussten sich ebenfalls schon in der ersten Runde geschlagen geben. Weit erfolgreicher waren Laura Siegemund, die erst im Viertelfinale gegen die spätere Turniersiegerin Monica Puig aus Puerto Rico verlor, und Angelique Kerber. Ihrem so erfolgreichen Jahr, das mit dem Gewinn der Australian Open begann und mit der Finalteilnehme in Wimbledon weiterging, fügte Angelique Kerber einen weiteren erfreulichen Meilenstein hinzu: Sie gewann die Silbermedaille!

Zum Marathon der Frauen ist aus deutscher Sicht sehr viel geschrieben worden. Deshalb nur nebenbei: Ich gehöre zu denen, die nichts Schlimmes daran finden, dass die Hahner-Zwillinge Hand in Hand über die Ziellinie liefen. Von den drei türkischen Läuferinnen war immerhin eine vor den Zwillingen im Ziel, aber deutlich hinter der besten deutschen Teilnehmerin Anja Scherl, die als 44. ins Ziel kam. Aber in der Leichtathletik sind türkische Teilnehmerinnen sowieso schon lange erfolgreich dabei. Andere Herkunftsländer haben eine kürzere olympische Geschichte im Frauensport. Saudi-Arabien zum Beispiel, das 2012 erstmals überhaupt zwei Frauen an den Spielen teilnehmen ließ. Sarah Attar, die 2012 im 800-m-Lauf für Saudi-Arabien antrat, lief in Rio 2016 den Marathon und kam als 132. von 133 Läuferinnen ins Ziel.

Beim Schwimmen zählen 10 km als Marathon. Nur 26 Schwimmerinnen nahmen teil, 25 erreichten das Ziel. 10 km, das ist eine unglaublich lange Strecke fürs Schwimmen und die Siegeszeit von 1:56,32 eine unglaublich kurze Zeit dafür. Noch dazu blieben fast alle Finisherinnen unter zwei Stunden. Auch in diesem kleinen Feld möchte ich eine Schwimmerin nennen aus einer Nation, die keine typische Schwimmnation ist: Reem Mohamed Hussein Elsayed Kasem aus Ägypten kam als 25. ins Ziel. Die deutsche Marathonschwimmerin Isabelle Härle wurde 6.

Meine Anerkennung gilt allen Sportlerinnen und Sportlern, die sich im sportlichen Wettkampf gemessen und ihr Bestes gegeben haben – egal auf welchem Platz sie am Ende gelandet sind.

Und unabhängig davon, was für Kleidung sie tragen. Wichtig und nicht verhandelbar ist nur eins: Frauen haben das Recht auf Sport.
Alles, was zur Debatte um die Kleidung muslimischer Sportlerinnen zu sagen ist, bringt Nervana Mahmoud auf den Punkt: The Right Not to Wear a Burkini.

(Anmerkung: Das Bild oben zeigt einen Volkslauf in Belgrad und hat nichts mit den Olympischen Spielen zu tun.)



Kommentare: (per RSS abonnieren)


Danke für die Ergänzung. :-)Immerhin vertraten insgesamt 11 Sportler*innen dieses vergleichsweise kleine Land, wie ich gerade nachgesehen habe.

Darunter war auch der Tennisspieler Damir Džumhur, aktuell die Nr. 71 auf der ATP-Rangliste.

Danka Kovinić aus Montenegro hat es immerhin schon auf Platz 47 der WTA-Rangliste geschafft. Und nebenbei bemerkt ist die für Deutschland spielende Andrea Petkovic bekanntlich in Tuzla geboren. ;-)

Ines  am  26. August 2016



Danke für diese Betrachtung der Olympischen Spiele. Die handvoll bosnisch-herzegowinischer Athelten haben übrigens alle muslimischen Hintergrund. :-)

Snezana  am  26. August 2016




Name:

Email:

URL:

Persönliche Angaben speichern

Benachrichtigung bei Folgekommentaren

Frische Kommentare


Rubriken


Archiv


Syndizieren


Blog durchsuchen




Beliebte Einträge

Tenniskleider
Das Warten geht weiter
Aquathlon und Duathlon
Tennistaschen
Tennis in Stuttgart II
Schade
Mein erster Halbmarathon
Australian Open
Tennistraining für das Jahr des Schwimmens
Geht doch!